Reise mit mir
Tipps & Tricks: Know-how für Motorradfahrer
Die Industrie mit ihren Broschüren will uns gerne glauben machen, dass wir bessere Motorradfahrer werden, wenn wir nur genug Geld ausgeben. Ein neues elektronisches Fahrwerk hier, ein Karbon-Helm da und schon fahren wir wie die Götter. Das ist natürlich völliger Unsinn. Erfahrung lässt sich nicht kaufen und Kompetenz entsteht nicht durch das Zücken der Kreditkarte, sondern durch Kilometer, Schweiß und manchmal auch durch dumme Fehler, aus denen man lernt.
Man lernt auf zwei Rädern niemals aus. Egal, ob du gerade erst den Führerschein in der Tasche hast oder schon seit Jahrzehnten im Sattel sitzt: Es gibt immer diese kleinen Kniffe, die das Leben leichter machen und die in keinem Handbuch stehen. In dieser Rubrik sammle ich meine persönlichen „Lifehacks“. Das sind keine theoretischen Weisheiten, sondern Lösungen, die oft aus der Not heraus am Straßenrand oder in der ölverschmierten Werkstatt entstanden sind.
Reiseplanung & Navigation
Fangen wir mit einem Klassiker an: der perfekten Route. Wir leben in einer Zeit, in der uns Algorithmen das Denken abnehmen wollen. Doch wer blind der Option „kurvige Route“ auf seinem Navi vertraut, landet oft genug nicht im Kurvenparadies, sondern in einer 30er-Zone im Industriegebiet oder auf einem besseren Feldweg, der im Nichts endet. Ich zeige dir, wie ich meine Touren erstelle und warum der menschliche Verstand beim Kartenlesen immer noch jeder KI überlegen ist. Wir sprechen darüber, welche Apps wirklich taugen und wie man GPX-Dateien so exportiert, dass das Navi nicht völlig durchdreht. Denn nichts killt die Urlaubsstimmung schneller, als wenn man hungrig und genervt im Kreis fährt, während die Technik versagt.
Wartung & Schrauben
Ein weiteres Reizthema ist die Technik. Du musst kein KFZ-Meister sein, um dein Motorrad in Schuss zu halten – und du solltest es auch nicht wegen jeder Kleinigkeit in die Werkstatt schieben. Nehmen wir die Kettenpflege: Es ist eine dreckige, undankbare Arbeit, die auf keinem Foto gut aussieht. Aber eine gerissene Kette im Nirgendwo ist kein Abenteuer, sondern Fahrlässigkeit. Ich erkläre, wie man reinigt und schmiert, ohne eine Wissenschaft daraus zu machen. Mindestens genauso wichtig sind die Reifen. Sie sind dein einziger Kontakt zur Straße. Verlass dich nicht blind auf elektronische Sensoren. Ich zeige dir, wie man den Luftdruck prüft, das Profil misst und – ganz wichtig – wie man sich bei einem Platten unterwegs selbst hilft, statt stundenlang auf den Abschleppwagen zu warten. Und wenn die Saison vorbei ist? Dann kommt das traurige Kapitel der Winterpause. Damit dein Motorrad im Frühling sofort anspringt und nicht mit verharztem Sprit und toter Batterie streikt, braucht es die richtige Vorbereitung.
Fahrpraxis
Am Ende entscheidet aber nicht das Material, sondern der Mensch am Lenker. Die Realität da draußen ist nicht immer sonnig und trocken. Ich teile meine Erfahrungen zum Fahren bei Regen, wenn das Visier beschlägt. Wir reden über peinliche Momente, wie das Wenden am steilen Hang, bei dem schon so manches Ego (und Motorrad) umgekippt ist. Ein kritisches Wort verliere ich auch zum Fahren in der Gruppe. Hier entscheidet sich oft, wie wir als Community wahrgenommen werden. Wer (in der Gruppe) den Rossi raushängen lässt, gefährdet alle und sorgt für Lärmbeschwerden. Theorie ersetzt zwar kein Sicherheitstraining, aber meine Tipps können helfen, typische Anfängerfehler zu vermeiden.
Hast du einen eigenen Trick, der dir den Hintern gerettet hat? Dann behalte ihn nicht für dich. Schreib ihn in die Kommentare – denn von echtem Austausch profitieren wir alle mehr als von jedem teuren Gadget.
