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Du bist hier: Startseite1 / 20252 / 5 Pässe an einem Tag zwischen Slowenien und Österreich
Selfie von zwei Motorradfahrern in Helmen, der Vorderste trägt einen graublauen Helm, im Hintergrund nebelige Berge.

5 Pässe an einem Tag zwischen Slowenien und Österreich

6. August 2025/in 2025, Österreich, Roadbook, Slowenien
Selfie von zwei Motorradfahrern in Helmen, der Vorderste trägt einen graublauen Helm, im Hintergrund nebelige Berge.
Motorradfahrer auf einem Asphaltweg mit Bergblick auf hohe, teils schneebedeckte Gipfel unter bewölktem Himmel.

Tag 5 unserer Reise forderte alles: Konzentration im Regen am Volovljek, Adrenalin am Paulitsch Sattel und pure Euphorie auf der Hochobir Panoramastraße. Eine Motorradtour durch die Karawanken ist nichts für Anfänger, aber ein Paradies für alle, die das echte Fahren lieben. 275 Kilometer, hunderte Spitzkehren und ein Wetterumschwung wie im Bilderbuch.

Wenn der Regen die Sinne schärft

Wir schauen aus dem Fenster und würden am liebsten wieder unter die Decke kriechen. Genau so begann unser Tag 5, denn der Himmel über Slowenien war grau und der Asphalt dunkel und nass. Aber wir sind nicht zum Schlafen hier. Also rein in die Regenkombi, Visier runter und los.

Der Start auf nasser Straße verlangte uns etwas Umstellung ab. Wir fuhren automatisch sensibler und achteten genau auf die Rückmeldung der Reifen. Der Volovljek-Pass forderte deshalb heute mehr Konzentration als gedacht. Der Wald dampfte, die Sicht war eingeschränkt und das Visier beschlug durch die enorme Luftfeuchtigkeit. So waren wir weniger in Schräglage unterwegs, fuhren dafür aber bewusster und mit mehr Gefühl für die Maschinen.

Der Ritt über die Grenze nach Österreich

Je näher wir der Grenze kamen, desto gnädiger wurde der Wettergott. Der Paulitsch Sattel markierte nicht nur den Übergang von Slowenien nach Österreich, sondern auch den Wendepunkt unserer Stimmung. Die Straße hier ist schmal, teils etwas holprig und fernab der breiten Touristen-Highways. Genau so, wie wir es mögen.

Hier oben, wo kaum Verkehr herrscht, konnten wir den Rhythmus wiederfinden. Die Strecke windet sich herrlich einsam durch die Wälder. Als wir den Seebergsattel erreichten, riss die Wolkendecke endgültig auf. Plötzlich hatten wir Grip und trauten uns wieder, das Gas am Kurvenausgang früher aufzuziehen. Das Gefühl, wenn der Reifen auf trockenem Asphalt beißt und dich aus der Kehre schiebt, ist nach stundenlanger Regenfahrt unbeschreiblich befreiend. Wir wechselten quasi fliegend vom „Survival-Modus“ in den „Attacke-Modus“.

Atemlose Weitsicht auf der Hochobir Panoramastraße

Zurück auf österreichischem Boden in Kärnten wartete ein weiteres Highlight auf uns. Die Hochobir Panoramastraße ist ein Juwel, das viele gar nicht auf dem Schirm haben. Ja, sie kostet eine kleine Mautgebühr, aber jeder Cent ist gut investiert.

Die Straße schraubt sich spektakulär in die Höhe. Der Belag ist hier zwar nicht rennstreckentauglich, aber der Ausblick ließ uns sowieso automatisch vom Gas gehen. Neben uns fielen die Hänge steil ab und vor uns öffnete sich das Panorama der Karawanken in einer Art, die ein Lächeln unterm Helm erzeugen. Es ist eng, es ist steil, und es ist wunderschön. Hier oben haben wir erst einmal durchgeatmet und realisiert, was für ein Privileg es ist, diese Landschaft auf zwei Rädern zu erleben.

Kontrastprogramm in der Trögerner Klamm

Nach der Weite des Hochobir folgte die Enge der Trögerner Klamm. Ein landschaftlicher Kontrast, wie er krasser nicht sein könnte. Von den luftigen Höhen ging es hinein in den Fels. Die Straße durch die Klamm ist eine Sackgasse, was den Verkehr auf ein Minimum reduziert.

Sie führt direkt am Wasser entlang, die Felswände ragen senkrecht neben dir auf. Der Sound des Motors hallt von den Wänden wider – ein akustisches Fest. Es ist ein kurzer Abstecher, der fahrerisch weniger anspruchsvoll ist, aber visuell eine absolute Wucht darstellt und die Vielseitigkeit dieser Region unterstreicht.

Das Finale am Schaida Sattel

Wer dachte, der Tag wäre gelaufen, hatte die Rechnung ohne den Schaida Sattel gemacht. Nach über sechs Stunden im Sattel kam noch dieser tolle Pass. Die Straße ist schmal, teilweise unübersichtlich und der Asphalt hat schon bessere Tage gesehen. Nach knapp der Hälfte der heutigen Etappe trennt sich hier nochmal die Spreu vom Weizen, denn man muss hellwach bleiben. Jede Kehre verlangt Präzision.

Als wir am Ende des Tages schließlich unsere Unterkunft ansteuerten, zeigte der Tacho 275 Kilometer. In diesen 7,5 Stunden haben wir alles erlebt, was Motorradfahren ausmacht: Zweifel im Regen, Euphorie im Trockenen, landschaftliche Reizüberflutung und körperliche Anstrengung. Ein Tag für unseren ganz eigenen Geschichtsbücher. Morgen geht es weiter, und ich kann es kaum erwarten.

Zwei Motorräder (BMW GS und Kawasaki Z900) stehen auf einer nassen Bergstraße mit Wolken über dem Tal.
Dichter Nebel oder tiefe Wolken hüllen grüne, bewaldete Berghänge ein, mit Gestrüpp im Vordergrund.
Motorrad (BMW R 1200 GS) auf nasser Straße, von hinten mit silbernen Seitenkoffern und Länder-Aufklebern.
Motorradfahrer mit BMW R 1200 GS Adventure im graublauen Anzug mit "ownedmiles" Aufkleber vor einer Bergkette.
Motorradfahrer in grau-blauer BMW-Ausrüstung auf einer BMW GS mit "ownedmiles" Aufkleber und Bergkulisse.
Motorrad-Tagesausflug: Blick auf ein grünes, waldreiches Bergtal mit kleinen Dörfern unter einem bewölkten Himmel.
Braun-weiße Kuh steht auf einer grünen Weide mit bewaldetem Hang im Hintergrund.
Weitblick über bewaldete Hügel, ein Tal mit See und Stadt, bis zu einer Kette blauer Alpenberge am Horizont.

Du bist bereit für Dein nächstes Abenteuer. Hier findest Du eine Übersicht der gefahrenen Tour. Da ich die Tour für Dich aus meiner Navigation zu Goole Maps exportiere, kann es zu leichten Abweichungen kommen. Aber das eröffnet Dir neue Wege! Lade Dir die Routendatei direkt bei MyMaps als KML-Datei herunter und erlebe die atemberaubenden Straßen und Landschaften selbst! Die Nutzung der zur Verfügung gestellten Route geschieht allerdings auf eigenes Risiko.

StartStahovica, SVN
ZielFeldkirchen in Kärnten, AUT
Strecke275 km
Fahrzeit7,5 h


Owned Miles

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Ein Motorradfahrer in voller Ausrüstung fährt auf einem Waldweg durch einen kahlen, dunklen Wald

Fernweh im Tank? Willkommen im Cockpit, denn du bist hier richtig. Ich bin Patrick – leidenschaftlicher Motorradreisender und Betreiber dieses Blogs. Ich nehme dich mit auf die Straße. Ich schreibe über Touren, Technik und die Freiheit auf zwei Rädern. Mein Treibstoff? Kurvige Straßen, echte Erlebnisse und der unvermeidliche Kaffee an der Tankstelle. Dieser Blog ist meine Antwort auf den Alltag und glatte Hochglanz-Magazine. Ich strebe nicht nach dem perfekten Foto. Ich fange Augenblicke ein, weil sie mir etwas bedeuten, und nicht, damit sie in ein schönes Raster passen. Hier liest du, was mich antreibt.

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